letztes Update: 30.11.2007

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SV Wacker Burghausen: Kurzchronik der ersten Fußballmannschaft

Kapitel:

 [ Von der Gründung bis zur Nachkriegszeit ]
 [ Etabliert in der Landesliga – Harte Jahre in der Bezirksliga ]
 [ Das Burghauser Fußballwunder ]
 [ Der Wahnsinn geht weiter ]

Von der Gründung bis zur Nachkriegszeit

Vom Ruhm und Reichtum glanzvoller Zeiten als Herzogs- und Regierungsstadt war Burghausen zu Ende des 19. Jahrhunderts weit entfernt. Die Inbetriebnahme des Werks Burghausen der Dr. Alexander-Wacker-Gesellschaft für elektrochemische Industrie am 7. Dezember 1916 jedoch löste ein enormes wirtschaftliches Wachstum und eine deutlich sichtbare Veränderung des Stadtbilds von Burghausen aus: die Neustadt begann zu wachsen.

Am 13. November 1930 trafen sich 111 sportbegeisterte Gründungsmitglieder zur Gründungsversammlung des Sportvereins Wacker Burghausen. Da der 1.FC Burghausen in seiner Gesamtheit die Eingliederung in den neu gegründeten Sportverein beschloß, gehörte die Abteilung Fußball neben Schießsport, Leicht- und Schwerathletik sowie einer eigenen Jugendabteilung zu den ersten aktiven Sparten. Der Sportverein war offen für alle „unbescholtenen Sportler und deren Familien“, und so wuchs die Zahl der Mitglieder zwischen 1930 bis 1934 bereits von 111 auf 428 an.

Bereits 1932 konnte der neu errichtete Sportplatz an der Grenze zum Wacker-Werk seiner Bestimmung übergeben werden. Dies zeigte schnell Früchte, denn bereits im folgenden Jahr gab es für die erste Fußballmannschaft die Meisterschaft in der Bezirksliga zu feiern; der SV Wacker stellte bereits jetzt die dominierende Fußballmannschaft Südostbayerns!

 „Die Meistermannschaft der Saison 1933/1934“

Diese Spitzenstellung konnte allerdings nicht lange gehalten werden: 1937 war der Abstieg in die A-Klasse nicht zu vermeiden.

Der Ausbruch des 2.Weltkriegs im Jahr 1939 wirkte sich lähmend auf den gesamten Sportbetrieb des SV Wacker aus. Nach Kriegsende am 08.05.1945 wurde der Sportverein laut Dekret von der US-Besatzungsmacht aufgelöst; die Sportanlage wurde in ein Gefangenenlager umfunktioniert. Bereits am 01.10.1945 fand die erneute Gründungsversammlung des SV Wacker statt. Vorrangig und mit großem Elan wurde der Wiederaufbau der Sportanlage angegangen. Das erste Fußballspiel konnte im April 1946 gegen Altötting ausgetragen werden. Bald konnte wieder regelmäßiger und organisierter Spielbetrieb aufgenommen werden.

„Die 1.Fußballmannschaft des SV Wacker im September 1948“

Etabliert in der Landesliga – Harte Jahre in der Bezirksliga

Im Jahr 1955 machte die Fußballabteilung mit dem Aufstieg der 1.Mannschaft in die II. Amateurliga auf sich aufmerksam. Der Aufstieg in die bayerische Landesliga Gruppe Süd gelang im Jahr 1965. In dieser Klasse konnte man sich ohne Unterbrechung bis 1978 halten.

1968 wurde Johann Braun zum Leiter der Fußballabteilung gewählt. Er hatte maßgeblichen Anteil am Bau der überdachten Tribüne am Platz 1 im Jahr 1972 sowie an der Montage der Flutlichtanlage (1977). Zur Einweihung der Tribüne konnte als Gegner der 1.Mannschaft der FC Bayern München gewonnen werden. Mit 9.000 Besuchern wurde ein lange Zeit ungebrochener Zuschauerrekord erreicht. Die Bayern als amtierender Deutscher Meister traten mit allen Stars wie Beckenbauer, Maier und Müller an. Der SV Wacker hielt gut dagegen und mußte sich lediglich mit 1:4 geschlagen geben.

"Zum Gastspiel des FC Bayern platzte die neue überdachte Tribüne aus allen Nähten"

„Die Spielführer Franz Beckenbauer und Georg Meilhammer“

Weitere Freundschaftsspiele gegen namhafte Gegner fanden statt gegen den 1.FC Nürnberg (1978 und 1987), gegen Borussia Mönchengladbach (1982) und nochmals gegen den FC Bayern München (1986). Ein Höhepunkt war auch der Vergleich der SVW-Jugend mit einer Jugendauswahl der U.S.A im Jahr 1982.

Sportlich allerdings herrschte zwischen 1978 und 1983 allerdings eine Leidenszeit in Burghausen. Im Jahr 1978 musste der Abstieg in die Bezirksliga hingenommen werden, und der Wiederaufstieg in die Landesliga wurde mehrmals verpasst. Erst im Jahr 1983 gelang dieser Erfolg unter Trainer Bernd Gietl. Im Aufstiegsspiel auf neutralem Boden in Ampfing gelang ein 3:1 Erfolg gegen 1880 München. Der SV Wacker war wieder zurück in der Landesliga.

Das Burghauser „Fußballwunder“

Das Burghauser „Fußballwunder“ begann im Jahr 1993. Mit Kurt Niedermayer als Trainer sowie dem ehemaligen Landesliga-Torwart Kurt Gaugler als fachkundiger und zielstrebiger Manager waren zwei Macher am Werk, welche die Grundlage für einen sportlichen Aufstieg schufen, der seinesgleichen sucht. Der erste Meilenstein war die Meisterschaft in der Landesliga Süd in der Saison 1992/93, was den Aufstieg in die Bayernliga bedeutete. Am letzten Spieltag der Saison konnte vor mehr als 6.000 Zuschauern in einem unvergessenen Fußballfest der Tabellenführer FC Gundelfingen noch abgefangen werden.

„Der Landesligameister 1992/93“

Unaufhaltsam ging die Erfolgsgeschichte weiter: die Meisterschaft in der Bayernliga in der Saison 1994/95 (8 Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten SpVgg Bayreuth) bedeutete den souveränen Aufstieg in die Regionalliga, welche die dritthöchste deutsche Spielklasse darstellte.

Die Regionalligamannschaft der Saison 1995/1996“

Mit dieser sportlichen Weiterentwicklung der ersten Fußballmannschaft erhöhten sich auch die Anforderungen an die Abteilungsleitung sowie an den gesamten Verein: aus steuerrechtlichen Gründen wurde die erste Fußballmannschaft vom Zweckbterieb in den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb überführt (1995).

Die sportliche Herausforderung Regionalliga wurde ebenfalls souverän gemeistert: bereits in der Saison 1995/96 stand der SV Wacker in der Endabrechnung auf einem sehr guten 9. Platz. Und die positive Entwicklung setzte sich fort: in der Saison 1996/97 konnte man sich u.a. hinter dem 1.FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth unter den Top Fünf platzieren! Der fast schon sensationelle 5.Platz konnte auch in der Saison 1997/98 bestätigt werden.

Der SV Wacker gehörte nun schon zu den etablierten Vereinen in der Regionalliga und hatte sich im Oberhaus des deutschen Amateurfußballs einen hervorragenden Namen gemacht. Der 7. Platz in der Saison 1998/99 sowie Rang 4 in der Saison 1999/2000 sprechen für sich!

Nach der Saison 1999/2000 wurde die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kurt Niedermayer beendet. Sein Name wird mit dem sportlichen Aufstieg der 1. Fußballmannschaft des SV Wacker immer in enger Verbindung bleiben!

Als neuer Cheftrainer wurde Rainer Hörgl verpflichtet. Die neu eingeführte Viererkette in der Abwehr konnte allerdings von der Mannschaft nicht nach den Vorstellungen des Trainers umgesetzt werden. Das Team zeigte vor allem in den Auswärtsspielen eine große Verunsicherung, und wurde ans Tabellenende der ziemlich ausgeglichen besetzten Regionalliga durchgereicht. Bereits vor der Winterpause wurde gehandelt: mit Rudi Bommer konnte – wie sich schnell herausstellte – ein äußerst fachmännischer und bei Mannschaft und Fans beliebter neuer Chefcoach gewonnen werden. Dennoch dauerte es bis zum letzten Spieltag, ehe mit einem viel umjubelten Unentschieden gegen den FC Schweinfurt, der in dieser Saison den Aufstieg in die 2.Bundesliga schaffte, der Klassenerhalt sichergestellt werden konnte.

Die Pläne für den Bau der neuen, zuschauerfreundlichen Tribüne lagen bereits auf dem Tisch, und Dank des Klassenerhalts konnte der Bau dieses neuen Schmuckstücks im Sportpark in Rekordzeit durchgezogen werden.

War es diese Tribüne, welche die Mannschaft so beflügelte, daß die Saison  2001/02 für alle Fans wohl für immer unvergessen bleiben wird? In einer souveränen Art und Weise, wie sie von keinem Experten erwartet werden konnte, basierend auf der mit Abstand stabilsten Abwehr der Regionalliga Süd (lediglich 22 Gegentore!), wurde der SV Wacker mit einem Vorsprung von 8 Punkten auf Eintracht Trier Meister der Regionalliga in der Saison 2001/02. Das bedeutete den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Der Wahnsinn geht weiter

 

Josef Wimmer, Mai 2006

Quellenverzeichnis:
 - Chronik aus der Homepage der Fußballabteilung des SV Wacker Burghausen (fussball.sv-wacker.de)

 

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